25.April DV Bern

Delegiertenversammlung des SBLV 2019:
Zeit für Veränderungen und Neuanfänge

„Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.“, sagte einst Meister Eckhart und ganz in diesem Sinne verlief die diesjährige Delegiertenversammlung des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes SBLV am 25. April 2019 in Bern.

Die Delegierten und Gäste verabschiedeten in einer emotionalen Versammlung ihre langjährige und verdiente Präsidentin Christine Bühler. Sie legt den Stab und die Geschicke des SBLV in die Hände ihrer Nachfolgerin, Anne Challandes.

Wir danken allen 220 Delegierten, Gästen und Mitwirkenden für den engagierten Einsatz und die Unterstützung unseres Verbandes.
 

Neu zusammengesetzter Vorstand des SBLV

Die Delegierten haben Anne Challandes mit grossem Applaus als neue Präsidentin gewählt. Ebenfalls neu in den Vorstand gewählt wurden Silvia Amaudruz und Flavia Ursprung. Aktuell bleibt ein Sitz der lateinischen Schweiz vakant.

Der Vorstand des SBLV setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen: Flavia Ursprung, Gabi Schürch, Ursula Egli, Marie-Luce Bächler, Anne Challandes, Liselotte Peter, Elisabeth Kurth, Jeanette Zürcher-Egloff, Silvia Amaudruz.
 

Wechsel bei Kantonalpräsidentinnen

 

Die abtretenden Mitglieder der Präsidentinnenkonferenz Paula Zurfluh und Judith Infanger (UR), Rösi Räss (AI), Feliciana Giussani und Ester Monaco (TI) und Anne-Lise Thürler von der ARPP wurden gebührend verdankt. An ihre Stellen treten Margrith Gisler (UR), Tanja Bisacca (TI), Mechtild Grubenmann (AI) und Laurence Bassin (ARPP).
Wir gratulieren allen Präsidentinnen zur Wahl und wünschen ihnen viel Erfolg im neuen Amt!

 

21.März Tag der Hauswirtschaft stand unter dem Motto: Regional und saisonal

Welches Obst und Gemüse hat im März Saison?

Wann gibt es Tomaten aus der Schweiz? Welches sind Wintergemüse? Diesen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler an der Oberstufe Appenzell nach. Durchgeführt wurde das Projekt «regional und saisonal» von den Bäuerinnen Appenzell und der Oberstufenschule Appenzell im Fach Wirtschaft/Arbeit/Haushalt (WAH).

Claudia Manser

«Unsere täglichen Lebensmittel sind praktisch zu jeder Jahreszeit verfügbar. Wir haben uns längst daran gewöhnt, fast immer alle Obst- und Gemüsesorten im Laden zu finden», erklärte Claudia Speck den Schülerinnen und Schüler der zweiten Oberstufe. Am Donnerstag, am Tag der Hauswirtschaft, ging es im Fach Wirtschaft/Arbeit/Haushalt (WAH) um «saisonal und regional». Die Oberstufenlehrerinnen im Fach WAH Rita Neff und Barbara Manser und die Bäuerinnen Claudia Speck und Irene Neff erarbeiteten zusammen das Projekt und die dazugehörenden Unterlagen. «Welches Obst und Gemüse hat jetzt Saison», fragte die Bäuerin. Auf dem Küchentisch standen Eisbergsalat, Rotkabis, süsse Kartoffeln, Avocado, Gurke, Trauben oder Spargeln bereit. Die Frage war nicht einfach zu beantworten, denn mit dem vielfältigen Angebot in den Verkaufsregalen ging vergessen, wann die Lebensmittel eigentlich «Saison» haben. Im März sind es Sellerie, Kartoffeln, Lauch, Äpfel, Rüebli als typisches Lagergemüse, alles mit Kohl oder gelbe Räben. In einem zweiten Schritt wählten die Jugendlichen nach Regionalität aus. Claudia Speck ermunterte: «Kauft Obst und Gemüse ein, wenn es Saison ist. Und kauft es ein, wenn es von hier ist.»

Freude an saisonaler Küche
Für die Lehrerinnen Rita Neff und Barbara Manser ist es wichtig, die Freude an einer saisonalen Küche zu vermitteln. Regional und saisonal produzierte Lebensmittel unterliegen den Jahreszeiten, Eintönigkeit auf dem Teller kann vermieden werden und dafür Vorfreude aufkommen lassen: Vorfreude auf die Erdbeeren- und Spargelsaison im Frühling oder die Apfel- und Kürbisernte im Herbst. «Durch kurze Transportwege kann einheimisches Gemüse und Obst natürlich und ausreichend lange ausreifen. Dies wirkt sich positiv auf den Geschmack und Aroma aus», so Rita Neff. So hätten Erdbeeren über Weihnachten kaum einen Geschmack. Eine regionale Lebensmittelproduktion unterstützt zudem die einheimische Landwirtschaft. Mit einem Preisvergleich von importierten und einheimischen Produkten, geltenden Arbeitsbedingungen in den verschiedenen Ländern oder langen Transportwegen mit der entsprechenden Klimabelastung wurden Denkanstösse vermittelt.

Gäste zu Tisch bitten
An diesem Donnerstagvormittag wurde natürlich auch gekocht. Auf dem Menuplan standen: eine Haferflockensuppe, ein kleiner Salatteller, als Hauptgang ein Appenzeller Kartoffelauflauf und zum Dessert eine Süssmostcrème. In Zweiergruppen bereiteten die Schüler das Essen bereit. «Ich arbeite gerne mit Lebensmittel», erklärte ein Schüler, während dem er Rüebli fein würfelte. «Koch ist mein Traumberuf.» Der Tisch wurde gedeckt und die Gäste zu Tisch gebeten. Als Gäste waren an diesem 21. März, am Tag der Hauswirtschaft, Erziehungsdirektor und Landammann Roland Inauen, Mechtild Grubenmann, Präsidentin der Bäuerinnen und Thomas Mainberger, Schulleiter an der Oberstufe, eingeladen.

 

Tag der Hauswirtschaft
Der Tag der Hauswirtschaft findet jeweils am 21. März statt. Dieser Aktionstag wurde im Jahre 1982 durch den Internationalen Verband für Hauswirtschaft eingeführt. Jedes Jahr steht der Tag unter einem anderen Motto. Es finden verschiedene Aktionen rund um den Tag der Hauswirtschaft statt, bei dem vor allem darauf hingewiesen werden soll, dass Hauswirtschaft weit mehr als das Kochen und Putzen umfasst. Die Bevölkerung soll sensibilisiert werden, dass hauswirtschaftliches Wissen und Können eine Grundlage des Alltags darstellt.

 

Jahresbericht 2018 der Präsidentin

An der letztjährigen Hauptversammlung in Haslen, welche zusammen mit den Bauern durchgeführt wurde, war zukunftsweisend abzustimmen, ob künftig die Versammlungen gemeinsam oder wieder separat durchgeführt werden. Vorgängig war über einen Antrag, wonach die Abstimmung räumlich getrennt und unter gegenseitigem Ausschluss des anderen Geschlechts stattzufinden hat, zu befinden. Der Antrag wurde von den rund 80 Bäuerinnen gutgeheissen und gleich umgesetzt. Die Abstimmung über eine gemeinsame Hauptversammlung indessen wurde deutlich abgelehnt. Der gemeinsame Weg von Bäuerinnen und Bauern wird nicht weiter fortgesetzt.

Die Gebetsnacht zusammen mit den Frauengemeinschaften besuchen wir sehr gerne. Die Leitungsgruppe mit Vreni Neff und Luzia Inauen, neu zusammen mit Luzia Fuster versteht es immer wieder, geeigneten Themen aufzugreifen und zum Innehalten und Beten zu bewegen.

Die Landsgemeinde Versammlung in der Krone Gonten war für einmal sehr gut besucht. Unser Landeshauptmann Stefan Müller erläutert die Geschäfte, Frau Statthalter Antonia Fässler informierte über das geplante Bauvorhaben AVZ+ . Die Kandidaten für das Säckelmeisteramt Ruedi Eberle aus Gonten und Matthias Rhiner aus Oberegg standen Rede und Antwort.

Der Pfingstmontags-Brunch fand in Schwende statt. 34 Bäuerinnen kamen in die St.Martins-Kirche. Gemeinsam durften wir eine schön gestaltete Andacht feiern. Vielen Dank an Luzia Fuster, den Helferinnen und den Vorbeterinnen Claudia Speck und Marlen Dobler. Danach ging es zum Restaurant Lehmen zum ausgiebigen Brunch. Nach manchem interessanten Gespräch oder der Erkundigung, wie geht’s dir, was machst du, gingen die Frauen glücklich am späteren Nachmittag nach Hause. Der Pfingstmontags-Brunch hat für viele Frauen Tradition und es ist selbstverständlich, dass sie nächstes Jahr wieder kommen.

Der Trachten-und Aufsteckfrisuren-Kurs im April stiess auf ein grosses Interesse. Der Kurs konnte gleich doppelt geführt werden. Viele junge Frauen oder Mädchen tragen bei verschiedenen Anlässen die Tracht und eine hübsche Frisur gehört dazu. Das Tragen der Tracht ist ein Zeichen, dass in Appenzell Brauchtum und Tradition noch gepflegt werden.

Der Bäuerinnenverband wird ab und zu angefragt, ob Bäuerinnen das Catering oder den Service zu verschiedenen Anlässen übernehmen würden. Das machen wir sehr gerne, denn in jeder Bauersfrau steckt ein Talent. Gleichzeitig ist erkennbar, wie vielseitig, flexibel und kreativ wir Bäuerinnen sind.

Nicht alle Jahre, doch dieses Jahr im Juni durfte ich an der Landwirtschaftlichen Schule im Plantahof an der Diplomfeier der Bäuerinnen mit Fachausweis teilnehmen. Dies aus gutem Grund, denn Jasmin Mazenauer von Kau erhielt ihr Diplom mit der Abschlussnote von 5.8. Herzliche Gratulation an Jasmin Mazenauer.

Ende August stand eine Vollmondwanderung von der Sollegg zum Berggasthaus Scheidegg auf dem Programm. Von einem idyllischen Abend mit dem Schein des Vollmonds war wenig zu sehen: Es regnete in Strömen. Achtzehn Frauen trotzten dem Regenschauer und genossen den Abend. Ein Kränzchen ist den «Oberegger Büürinne» zu winden, denn sie kommen immer zu den verschiedenen Anlässen und stets zahlreich.

Der Tag der Bäuerin an der Olma ist ein richtiger Treffpunkt für viele Bäuerinnen. «Man» trifft sich, tauscht sich aus und geniesst den Tag. Auch der Pausenmilchtag wird immer beliebter, machen doch in unserem Kanton sechs Schulen mit. Wer kennt Yoga ? Während zwei Schnupperstunden, einmal nachmittags und einmal abends, machten wir bei unserer Yogalehrerin Silvia Schönauer geistige und körperliche Übungen. Für die zwölf teilnehmenden Frauen waren es meditative Stunden.

Kurz nach Neujahr trafen sich die Bäuerinnen zum Preisjassen im Restaurant Rose im Rinkenbach. An den Beratungsabenden im Februar, die wir ab jetzt «Winterhöck» nennen und abwechselnd einmal am Nachmittag und einmal am Abend anbieten, wäre es schön, wenn wieder mehr Frauen teilnehmen würden. Mit dem Skitag neigte sich unser Verbandsjahr dem Ende zu.

Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich bedanken für die 6 Jahre im Vorstand des Bäuerinnenverband Appenzell und die überaus interessante Zusammenarbeit mit dem Bauernverband. Eine Zusammenarbeit, die auch in Zukunft je länger je mehr wichtig wäre.

Bedanken möchte ich mich auch bei den Landwirtschaftlichen Beratern Jeanette Stadelmann und Bruno Inauen sowie den Leuten vom Landwirtschaftsamt. Die Anliegen der Bäuerinnen und Landfrauen wurden immer sehr ernst aufgenommen.

Ein herzlicher Dank gilt auch der Landjugend, die für uns den Kinderhort des Testprojekts leitete. In meinen Dank eingeschlossen sind alle Organisationen und den verschiedenen Gruppierungen, mit denen ich auf Verbandsebene Kontakt hatte. Danken möchte ich auch den verschiedenen Frauengemeinschaften und dem Kneipp-Verein, mit denen wir ab und zu gemeinsam einen Anlass durchführten. Genauso gehört meine Anerkennung dem Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverein für die Organisation der Präsidentenkonferenz. Die Reisen nach Bern, viermal im Jahr, nahm ich gern wahr. Die guten Gespräche und Diskussionen mit den kantonalen Präsidentinnen  werde ich immer in guter Erinnerung behalten und möchte sie nicht missen.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an alle Frauen und Männer, die mir immer gut gesinnt waren. Durch dieses Amt lernte ich die Denkweise und das Leben der Innerhoden Bäuerinnen und Landfrauen noch besser kennen.

Mein ganz persönlicher Dank gilt meinem Mann Armin und meinen Kinder für ihre Unterstützung. Sie haben mich in meinem Tun immer unterstützt.

Eggerstanden, im Februar 2019

 

Die Präsidentin

 

Rösi Räss

News

14.05.2019 22:10

26.Juni Informationsveranstaltung Schlussprüfung

 Einladung zur Informationsveranstaltung über die Schlussprüfungen Frühling 2020

Berufsprüfung Bäuerin mit Fachausweis April 2020

Datum Mittwoch, 26. Juni 2019

Ort BBZ Pfäffikon

Schützenstrasse 15

8808 Pfäffikon SZ

Zeit 14.00 – ca. 16.00 Uhr

Inhalt Informationen zu Projektarbeit, Schlussprüfung und Anmeldeverfahren Anmeldung unverbindlich, aus organisatorischen Gründen jedoch erwünscht:

http://www.landfrauen.ch (Bildung, Berufsprüfung Bäuerin FA, siehe «Wichtige Termine»)

Die Prüfungsleitung Bäuerin freut sich auf ein zahlreiches Erscheinen der Interessentinnen.

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20.04.2019 15:04

Schwingfest 30.Aug.2020

Wie bereits an der HV angesprochen möchte sich der Bäuerinnen – Verband gerne in die Vereinsliste für Helfer eintragen lassen,um einen Beitrag zu leisten für ein gelungenes Jubiläums – Schwingfest 2020. Die Helfersuche steht in den Startlöchern, unser Vorschlag: wir melden uns für Sonntag 30.August an. Falls grosses Interesse eurerseits besteht,können wir uns auch Samstag eine Vereinsanmeldung vorstellen. Eine Anmeldung als Einzelperson ist vorläufig nicht möglich, sie wünschen die Anmeldung über einen Verein.
 

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05.04.2019 15:33

10.Juni Pfingstmontag - Brunch in Gonten

09:00 Uhr Brunch :  Rest. Krone Gonten

11:00 Uhr Andacht:  Kloster Leiden Christi

Kosten : Fr.25.00

Anmelden bei Lydia Signer Gonten  071/794'13'17

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Kontakt

Bäuerinnenverband Appenzell

Mechtild Grubenmann-Kern
Stäggelen 3
Meistersrüte
CH-9056 Gais AR

Tel. +41 (0)71 793 24 87

info@baeuerin.ch
www.baeuerin.ch