Informationsabend Ehe und Erbrecht

Der Abend des 11. Januars 2012 stand im Alten Bild von Eggerstanden ganz im Zeichen des Ehe- und Erbrechtes.
Wer meinte, diese Abendveranstaltung richte sich an Ehepaare in der Krise, der irrte sich.
Die beiden ReferentInnen Silvia Hohl und Walter Appert vom lzsg Rheinhof Salez legten den Schwerpunkt vielmehr, wie Ehepaare Kirsen vorbeugen können und worauf es rechtlich ankommt, um im Einverständnis und Vertrauen zusammenzuleben und gemeinsam einen Bauernhof zu führen.

Die beiden Referenten gaben ihr grosses Wissen zu den Bereichen Trennung / Scheidung, zur Hofübergabe und zum Bereich Todesfall / Invalidität weiter.
Silvia Hohl betonte wiederholt, wie wichtig es sei, miteinander zu kommunizieren und immer wieder einen Schritt aufeinander zuzugehen. Auch Wertschätzung für den Partner und die Partnerin und Abmachungen tragen viel zu einer soliden Ehe und Partnerschaft bei. Bei der Hofübergabe ist es entscheidend, loslassen zu können, leben und leben lassen.
Walter Appert gelang es, die komplexen rechtlichen und gesetzlichen Zusammenhänge klar und verständlich zu erklären und diese mit Beispielen aus der Praxis zu untermauern.
Die Diskussion war rege und der Abend sehr lohnenswert. Dieses Thema betraf alle Zuhörer und machte auch alle betroffen.

Weitere Informationen: silvia.hohl@lzsg.ch und walter.appert@lzsg.ch

Claudia Gorbach
 

43.Jahresbericht 2010

Unter www.bäuerin.ch sind wir angekommen in der digitalen Welt.
Zusammen mit dem Bauernverband und der Landjugend von Innerrhoden konnten wir diese Homepage realisieren. Bei www.appenzellerbauern.ch sind wir zudem vernetzt mit dem landwirtschaftlichen Verein und den Landfrauen AR.
Neben der digitalen Welt braucht es aber auch Anlässe an denen man sich treffen, austauschen und neue Ideen miteinander diskutieren kann. Dazu hatten wir im vergangen Jahr einige Male Gelegenheit.

120 Frauen waren im März 2010 zur 42. Jahresversammlung nach Eggerstanden gekommen. Im neu renovierten Untergeschoss der Kirche erlebten wir eine von den Eggerstandner Bäuerinnen mustergültig organisierte Versammlung.
 

Bäuerinnen an der OLMA

Auch dieses Jahr backen die Bäuerinnen täglich an der Olma. Die Schaubäckerei befindet sich in der Halle 6 „Erlebnis Bauernhof“ ganz zuhinterst in der Ecke.
Landfrauen und Bäuerinnen aus dem Gastkanton Bern, beider Appenzell und Uri wechseln sich ab.
Vom Sonntag bis Dienstag waren die Innerrhoder-Bäuerinnen an der Reihe. Das Quintett setzte sich aus der Schwendnerin Barbara Inauen, Jeanette Schmid aus Eggerstanden, Doris Fürer aus Oberegg, Rita Inauen vom Öhrli in Steinegg und der Oberdorferin Heidi Inauen zusammen. Schon in den Vormittagsstunden herrschte in der Backstube ein emsiges Treiben. Ein herrlicher Duft von frischem Brot verbreitete sich in der Messehalle. Vor den Augen vieler Olma-Besucherinnen und Besucher formten und backten die Bäuerinnen verschiedene Brotsorten und Brötchen sowie Butterzöpfe. Das Angebot wurde ergänzt durch süsse, regionale Spezialitäten wie den Appenzeller Bienenstich oder Bereschlorzifladen, die Urner Apfelschuss-Schnecken und die gestürzte Apfeltorte aus dem Bernbiet.
Die Bäuerinnen stellten alle Backwaren selbst her, angefangen vom Teig bis zum fertigen Backprodukt. Die Frauen - jede einzelne mit viel Backerfahrung – arbeiteten Hand in Hand. Aus zwei gleichmässig ausgerollten Teigsträngen wurde gerade ein Butterzopf geflochten. „Langsam, langsam“, ersuchte eine Zuschauerin aus der zweiten Reihe. Mit einem Schmunzeln um die Lippen zopfte die Bäckerin langsam weiter und erklärte Schritt für Schritt. Überhaupt zeigte sich das Publikum interessiert und stellte viele Fragen.
Es herrschte eine lebendige, freundliche Atmosphäre. Auch die fünf Bäuerinnen hinter der Theke waren gut gelaunt und fröhlich.
„Das Schaubacken hier an der Olma ist eine schöne Abwechslung und macht uns viel Freude.“

Aus unserer Region der Bienenstich: Ofenfrisch gebacken und liebevoll zubereitet

Ausflug ins Ländle

Voller Erwartung strömten am 20. Mai 2011 um 7.30 Uhr über 35 Frauen beim Brauereiplatz zusammen. Sonja Fuchs-Elkuch aus Schlatt hatte die Bäuerinnen von AI eingeladen, mit ihr ins Ländle zu reisen. Weil das Wetter für s' Heuen zu unsicher war, konnten sich 's so viele Frauen einrichten und mitzukommen.
Mit dem Car von Alfred Ulmann traten wir frohen Erwartens die Reise an.

Innerrhoder Bäuerinnen tanzen in einer Linie

Etwas Neues ausprobieren und in eine andere Kultur hineinschauen.
Das machte viele Bäuerinnen und Landfrauen neugierig. In grosser Zahl besuchten darum Anfang Sommer interessierte Frauen den Schnupperkurs fürs Linedance in Appenzell.
Linedance wird ohne Partner, meistens in einer Linie getanzt, begleitet von fetziger Countrymusik.
Für viele Frauen ist sicher auch interessant ,so jederzeit mit Kolleginnen tanzen gehen zu können.
Im Tanzlokal von Jazzersice oberhalb vom Hoferbad begrüsste uns Jsabella Schubiger mit Ihren Töchtern Vanessa und Laura.
Sie tanzen schon einige Jahre Linedance und möchten diesen amerikanischen Volkstanz auch bei uns bekannt machen.
Der Schnupperabend war ein voller Erfolg und so wurde in der folgenden Woche bereits der erste Kurs gestartet. Jeden Mittwochabend trafen wir uns und lernten verschiedene Tänze und Schrittfolgen. Die coole Countrymusik brachte uns richtig in Schwung und manche wähnte sich in einer Turnstunde. Nach guten zwei Stunden gönnten wir uns dann noch einen Schlummertrunk und freuten uns schon auf die nächste Woche.

 

Echte Cowgirls beim Linedance

10 Johr Buurefraue Stobe

„Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren habe ich mich innerhalb von wenigen Stunden entschlossen, die Buurefraue Stobe zu führen“,meint Elsa Signer aus Eggerstanden rückblickend.
Unterstützt von einigen Bauernfrauen hätte sie sich zu diesem Wagnis entschlossen.
„Anfangs war es tatsächlich schwierig, den Laden bekannt zu machen. Mit den Jahren wuchs die Kundschaft“, fügt die Stobe-Inhaberin zufrieden an. Als wahrer Glücksfall bezeichnet sie ihr heutiges Geschäftslokal am Postplatz.
Auch das Angebot wurde ständig erweitert und den Wünschen der Kunden angepasst:
Strick- und Näharbeiten, Bauernmalerei, natürliche Pflegemittel, verschiedenstes Dekor-Material, hübsche Blumengestecke, Bettdecken aus einheimischer Schafwolle, ja sogar Tannschössli-Hustensirup und vieles mehr. Ganz neu im Sortiment sind frische Eier-Nudeln, Eiercognac und Butter-Chrömli.
Mittlerweile bieten rund zwanzig Bäuerinnen ihre Waren in der Buurefraue Stobe an; für etliche hat sich dies zu einem wichtigen Nebenerwerb entwickelt.

Zum zehn 10 Jahre-Jubiläum schenkt Elsa Signer ihren Kundinnen und Kunden ein feiner Spitzbueb.
Ein herzliches „vergöllts Gott“ für ihre Treue.

Kontakt

Bäuerinnenverband Appenzell

Rösi Räss
Bilchenstrasse 19
CH-9050 Appenzell Eggerstanden/AI

Tel. +41 (0)71 787 21 19

info@baeuerin.ch
www.baeuerin.ch